Die extrem rechte Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) tritt am 8. März 2026 zur Landtagswahl in Baden-Württemberg an.
Nach Umfragen im Dezember 2025 könnte die AfD mit 21% der Stimmen zur zweitstärksten Partei werden.
Am 31. Mai und 1. Juni 2025 wurde in Heilbronn auf einem Delegierten-Landesparteitag eine Landesliste mit 60 Plätzen gewählt. Darüber hinaus gibt es auch noch in jedem der 70 Wahlkreise Kandidat/innen und Ersatz-Kandidat/innen der AfD.
Im Folgenden porträtieren wir als „Antifaschistisches Dokumentations- und Informations Zentrum Baden-Württemberg“ (ADIZ BaWü) kritisch die 60 Listen-Kandidat/innen und die 70 Direktkandidat/innen der AfD.
Nach den derzeitigen Umfrage-Ergebnissen würden die ersten 25 Listen-Kandidat/innen in den Landtag einzuziehen. Dazu kommen noch mögliche Direktmandate.
Von diesen 25 Listenkandidat/innen sind acht aktuell Landtagsabgeordnete und mindestens vier weitere Mitarbeiter/innen der Abgeordneten. Lediglich drei der Listenplätze 1 bis 25 sind mit Frauen besetzt.
Nicht auf der Liste taucht der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier auf, der zwar Ministerpräsidenten-Kandidat der AfD ist aber selber gar nicht für den Landtag kandidiert.
Unsere Überblick macht klar, dass die AfD-Kandidat/innen auch über das Parteiprogramm hinaus extreme rechte Inhalte vertreten. Zum Beispiel Geschichtsrevisionismus: Mindestens vier der 60 Kandidat/innen versuchen den Nationalsozialismus als linke Ideologie darzustellen. Ebenso positionierten sich vier Kandidat/innen sich queerfeindlich.
Um es deutlich zu schreiben: Unsere Zusammenstellung soll nicht zeigen, dass einzelne AfD-Kandidat/innen Kontakte in die extrem rechte Szene haben oder extrem rechte Positionen vertreten. Wer Mitglied der AfD ist, die oder der ist Mitglied einer extrem rechten Partei.
Uns geht es vielmehr darum, aufzuzeigen dass die einzelnen Kandidat/innen sich in einem extrem rechten Netzwerk bewegen, welches über die AfD hinaus reicht, und sich auch entsprechend äußern. Diese verbürgten Informationen können dazu verwendet werden die einzelnen Kandidat/innen zu konfrontieren.
Wenn ihr mehr Informationen habt, dann schickt sie uns gerne zu.